
Johnny Goode ist Präsident von MSP Manufacturing, einem Hersteller mit Sitz in Bloomington, Indiana, der hauptsächlich für die kommerzielle Luft- und Raumfahrt sowie die Verteidigungsluftfahrt tätig ist. Er hat sich mit uns zusammengesetzt, um uns zu erzählen, wie das Unternehmen CAM in seinen Betriebsabläufen einsetzt.
F: Was stellen Sie für Ihre Kunden her?
A: Viele unserer Produkte sind mit den Cockpits von Verkehrsflugzeugen verbunden - Instrumentengehäuse, Gehäusebaugruppen, Schalterabdeckungen und Avionik-Kühlkanäle. In unserem factory führen wir Auftragsfertigungen durch und unterstützen unsere Kunden mit allem, was sie brauchen.
F: Mit welchen Herausforderungen sind Sie derzeit in Ihrem Unternehmen konfrontiert?
A: Vor CAM war eine unserer größten Schwierigkeiten, qualifizierte Programmierer zu finden. In unserer Region gab es nicht viele Rekrutierungsquellen, was die Programmierung zu einem Engpass für uns machte.
F: Wie wirkt sich ein Engpass bei der Programmierung auf Ihr Unternehmen aus?
A: Er verlängert die Vorlaufzeiten für neue Aufträge. Es gibt eine begrenzte Anzahl von Aufträgen, die die Programmierer bearbeiten und auf die Maschinen bringen können. Dies führt zu längeren Vorlaufzeiten bei den Kunden, was oft zu einer niedrigeren Angebotsquote führt.
F: Wie haben Sie diese Herausforderungen vor der Einführung von CAM bewältigt?
A: Wir haben eine zweite Schicht eingeführt, um die Maschinen am Laufen zu halten, und einige Programmierer eingestellt. Außerdem planten wir, im Laufe der Zeit weitere Mitarbeiter einzustellen, um den Engpass zu verringern.
F: Wann haben Sie angefangen, CAM zu verwenden, und warum?
A: Wir haben im Juli 2024 mit der Nutzung von CAM begonnen. Auf der Farnborough Air Show befand sich unser Stand neben dem von CloudNC, und wir konnten uns ansehen, was sie machten. Zunächst schien es zu gut, um wahr zu sein, aber sie ließen uns das Programm mit einer Geld-zurück-Garantie ausprobieren. Nachdem ich es an einigen Teilen getestet hatte, sah ich, dass sich die Investition sehr schnell amortisieren würde und dass es für unser Wachstum eine entscheidende Rolle spielen könnte.
F: Wie verwenden Sie CAM und wie hilft es Ihnen?
A: Wir verwenden es für viele Build-to-Print-Aufträge, bei denen es sich oft um kleine Stückzahlen und einmalige Aufträge handelt. Der größte Teil der Kosten für diese Aufträge entfällt auf die Programmierung und Einrichtung. CAM übernimmt 70 bis 90 % der Programmierung, und unsere Programmierer nehmen die Feinabstimmung vor, übertragen sie auf die Maschine und zertifizieren den ersten Durchlauf. Dadurch hat sich die Anzahl der Aufträge, die sie pro Tag programmieren können, mindestens verfünffacht.
F: Inwiefern hat CAM Ihr Unternehmen verändert?
A: Es hat die Programmierzeit verkürzt, sodass wir bei der Preisgestaltung wettbewerbsfähiger sind oder bei anderen Aufträgen mehr Gewinn erzielen können. Außerdem haben wir dadurch mehr Pufferzeit für die Bewältigung von Problemen wie Maschinenausfällen.
F: Welche Vorteile sehen Ihre Kunden?
A: Die Kunden profitieren von kürzeren Lieferzeiten und wettbewerbsfähigeren Preisen. Da wir nicht mehr Personal einstellen müssen, halten wir die Gemeinkosten stabil, was entscheidend ist, da die Gemeinkosten etwa zwei Drittel unserer factory ausmachen.
F: Wie möchten Sie CAM in Zukunft einsetzen?
A: Ähnlich wie jetzt, aber in größerem Umfang. Wir haben zwei Arbeitsplätze mit unseren erfahrensten Programmierern, die sich immer besser mit dem Tool auskennen. Wenn sich jüngere Talente weiterentwickeln, werden wir weitere Arbeitsplätze hinzufügen und die Nutzung des Tools weiter verbessern.
F: Welche Auswirkungen wird CAM auf die amerikanische Fertigungsindustrie haben?
A: Für Unternehmen, die es einsetzen, wird es ein Wettbewerbsvorteil sein. Es ersetzt keine Programmierer, sondern wirkt wie ein Kraftmultiplikator – eine Person kann damit zehnmal so viel leisten. Es wird dazu beitragen, Vorlaufzeiten zu verkürzen und Kapazitäten zu erhöhen, was in Branchen wie Verteidigung und Luft- und Raumfahrt große Probleme darstellen.
F: Können Sie ein Beispiel für die Zeitersparnis nennen?
A: Sicher. Ein erfahrener Programmierer benötigte etwa 1,5 bis 2 Stunden, um ein Teil zu programmieren. Mit CAM dauerte es 7 Minuten, um 80 % der Arbeit zu erledigen, und der Programmierer verbrachte 15 Minuten mit der Feinabstimmung. In 23 Minuten haben wir also geschafft, was früher fast zwei Stunden gedauert hat. Multiplizieren Sie das mit zehn Aufträgen pro Tag, vier Tagen pro Woche, und Sie sehen, wie schnell sich die Investition amortisiert.
F: Möchten Sie noch etwas hinzufügen?
A: CAM ist keine perfekte Lösung, aber es bringt Sie dem Ziel schon sehr nahe. Unsere Programmierer können sich auf das konzentrieren, was ihnen Spaß macht, und bessere Arbeit leisten, was alle zufriedener macht. Es ist eine Win-Win-Situation für alle.




